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Kreiskliniken Dillingen-Wertingen

Der Krankenhaus-Stephan – 60 Jahre zwischen Neonröhren, Nonnen und Notstrom

Von der Geburt bis zur Betriebsleitung – eine Lebensgeschichte, wie sie wohl nur einmal vorkommt.
Stephan F. aus Dillingen ist seit 60 Jahren ununterbrochen mit seinem Krankenhaus verbunden – als Bewohner, Mitarbeiter, Retter in technischen Notlagen und als wandelndes Geschichtsbuch mit Humor und Herz.

Ein Zuhause mit Herzschlag und Generalschlüssel

1965 kam Stephan im damaligen Dillinger Krankenhaus in der Stadtmitte zur Welt – und blieb einfach dort. Sein Vater war Hausmeister, die Familie lebte in einer Dienstwohnung direkt im Gebäude. Für Stephan bedeutete das: Kindheit zwischen Krankenschwestern, Klosterleben und Kabeln. Die Dillinger Franziskanerinnen, die das Haus damals führten, waren für ihn fast Familie. Schwester Adelharda, Schwester Lindrud, Schwester Consuela und Schwester Rosalie – sie alle hatten ein Auge auf den lebhaften Bub, der überall seine neugierige Nase hineinsteckte.

Vom Elektriker zum Mann für alle Fälle

Nach seiner Lehre als Elektroniker kehrte Stephan dorthin zurück, wo alles begann: ins Krankenhaus.
Er startete als Elektriker in der Haustechnik, damals noch im ehrwürdigen Altbau.
Seine „Werkstatt“: lange Gänge, summende Neonröhren und Stromkreise, die schon in den 60ern Abenteuer versprachen.

Mit dem Neubau Anfang der 1990er war Stephan natürlich wieder mit an Bord – von der ersten Leitung bis zum letzten Lichtschalter.
Wenn irgendwo ein Plan fehlte, sagte man nur: „Frag Stephan – der ist der Plan.“

Vier Träger, acht Geschäftsführer – ein Stephan

Kaum jemand im Haus hat so viele Veränderungen erlebt: vier Trägerwechsel, acht Geschäftsführer, unzählige Bauprojekte und Modernisierungen.
Während andere kamen und gingen, blieb Stephan. Mit Humor, Gelassenheit und einem unerschütterlichen Sinn für das Machbare.

Technischer Leiter mit Herzblut und Humor

Vom Elektriker über den stellvertretenden technischen Leiter bis hin zum technischen Leiter – Stephan blieb sich immer treu.
Kein Theoretiker, sondern ein Macher, der lieber mit Werkzeug unterwegs ist als mit PowerPoint.

Seine Ruhe, sein Humor und seine Hilfsbereitschaft sind legendär. Wenn irgendwo das Licht flackert, heißt es nur:
„Keine Sorge, Stephan kommt schon.“

Ein Stück lebendige Krankenhausgeschichte

Heute, sechzig Jahre nach seiner Geburt im selben Haus, ist Stephan F. längst Teil der Klinikidentität.
Er hat die Ära der Franziskanerinnen miterlebt, den Wandel zur modernen Klinik begleitet und dabei nie vergessen, was zählt: Menschlichkeit, Verlässlichkeit und ein gutes Stück Humor.

Steckbrief: Krankenhaus-Stefan

Name: Stefan F.
Geburtsjahr: 
1965 (im Krankenhaus Dillingen geboren)
Beruf: Technischer Leiter
Im Haus seit: 60 Jahren – davon über 35 in der Haustechnik
Lieblingswerkzeug: Multimeter (und Humor)
Markenzeichen: Immer ruhig, immer erreichbar – und immer ein Lächeln parat
Lebensmotto: „Geht nicht, gibt’s nicht – höchstens Sicherung raus.“

Unser Fazit:
In einer Zeit, in der sich Technik, Strukturen und Menschen ständig verändern, ist Stephan F. ein seltener Glücksfall: Ein Mensch, der mit dem Haus verwurzelt ist, es kennt, liebt und am Laufen hält – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn man ihn fragt, wann er ans Aufhören denkt, lächelt er nur: „Wenn das Krankenhaus ohne mich Strom hat – dann vielleicht.“